Secret Discovery
Mitglieder:
Mattes Glathe - Bass
Lars Graebe - Schlagzeug
Kai Hoffmann - vocals
Falk Hoffmann - Gitarre
Ramses Razmjoo - Gitarre
Dirk Riegner - piano,keys,git,backing vox
Gründugsjahr:
1989
Genre
Gothic Rock
Dieses Ende haben sich Secret Discovery, eben jene Dark Rock-Formation aus dem Herzen des Ruhrpotts, zum Ende des letzten Milleniums selber ausgesucht. „In aller Freundschaft", wie es so schön heißt.
Dass besagtes Ende glücklicherweise kein fortwährendes war, zeigte sich eine halbe Dekade später, im Jahr 2004. Die Secrets waren zurück, mit einem Gebet im Gepäck. „Pray", so der Titel des, ja, nennen wir es ruhig Comeback-Albums, schlug ein wie die sprichwörtliche Bombe. Die Band präsentierte sich gereift, sowohl was das Songwriting anging, aber auch was die Stilelemente anbelangte, die das Quintett zum ureigenen Secret-Sound vermengte.
Kein Wunder, könnte man sich denken, schließlich waren Secret Discovery neben Bands wie Project Pitchfork, Deine Lakaien, Das Ich, Lacrimosa und Goethes Erben, nicht nur ein starker Antriebsmotor für die Renaissance der deutschen Gothic-Szene zu Beginn der Neunziger Jahre, sondern auch Wegbereiter für Gothic Metal aus hiesigen Gefilden, kann man doch das 93iger Machwerk „Into The Void", ohne mit der Wimper zu zucken, als Klassiker des Genres bezeichnen. Je mehr Jahre ins Land zogen, desto mehr öffneten sich die Secrets neuen Ideen und anderen Stilen. „Question Of Time" manifestierte den Status der Bochumer Herren im Rock-/Metal-/Crossover-Olymp, und „Slave" war dann schließlich der finale, und überaus gebührende, Abgesang auf eine grandiose Formation.
Wieso das ganze Hintergrundgeplänkel?
Secret Discovery haben wieder Blut geleckt. Der Erfolg von „Pray" und die überaus enthusiastischen Reaktionen auf die handverlesenen Gigs, haben die Jungs zusätzlich motiviert und bei ihrer Arbeit zum neuen Silberling „Alternate" beflügelt.
„Alternate", wie passend, denn abwechselnd ist auch das 2006er Sound-Update der Secrets. Die Gitarren rocken derbe, die Keyboards umschmeicheln den immer besser werdenden Gesang Kai Hoffmanns, und dann diese Hooklines. Secret Discovery haben ihre ganz eigene Version von kontemporärer Popmusik fertig gestellt, und das ist in ein waschechtes Kompliment.
„Wir haben uns inzwischen daran gewöhnt, zwischen den Stühlen zu sitzen, dass wir uns auch nicht einfach so in eine einzige Schublade stecken lassen wollen", erklärt Frontmann Kai Hoffmann, mit einem süffisanten Unterton fügt er an: „Im Ernst, wir haben uns eigentlich schon immer ganz gerne bei den unterschiedlichsten Genres bedient. Wir sind musikalisch offen, und wenn man es mal positiv betrachtet, schaffen wir vielleicht gerade dadurch eine neue, unsere eigene, Schublade."
Wo er Recht hat. Textlich und musikalisch liefern Secret Discovery mit „Alternate" ihr Reifezeugnis ab. Mit Auszeichnung.
„Wir werden textlich eigentlich immer durch persönliche Erlebnisse, durch Höhen und Tiefen unserer Leben beeinflusst. Auch Träume oder Ängste, oder auch gerne mal Liebe oder Hass, finden sich als Thematik in unseren Lyrics wieder", erklärt Kai, „wobei wir uns immer um eine nicht allzu deutliche, teilweise eher subtile Art zu texten bemühen. Es soll immer noch Raum für persönliche Interpretation bleiben. Musikalische Einflüsse kommen nach wie vor natürlich aus den Achtziger Jahren, der Geburtszeit des New Wave und Gothic, vor allem was das Songwriting angeht, aber auch Popbands wie Coldplay, R.E.M. oder Placebo haben ihre Spuren hinterlassen."
And it is still good to be back, isn't it?
"Oh ja", erwidert Kai, „'Pray' war wichtig für uns, um uns musikalisch wieder zu sammeln. Es ist ein für Secret Discovery soundmäßig recht typisches Album, das irgendwie so ein bisschen wie eine Zeitreise durch die Stücke der ersten Alben in modernerem Gewand klingt. So gesehen war ‚Pray' eigentlich erstmal ein Statement: "Wir sind wieder da, wir klingen noch wie Secret Discovery – wir sind Secret Discovery!"
„Bei ‚Alternate' war es anders. Dieses mal überwog der Wunsch den Gesamtsound weiter zu entwickeln, wir wollten etwas machen, dass zwar weiterhin wie Secret klingt, aber irgendwie auch anders ist; einerseits zeitgemäß SD-typisch, andererseits unterschiedlich genug, als dass man es mit den Vorgängern direkt vergleichen könnte. Allerdings waren wir beim Songwriting total frei von Vorgaben und es kristallisierte sich erst nach und nach heraus, in welche Richtung wir uns bewegten. Wir wollten auf jeden Fall keine Schablone, die uns in irgendeiner weise in unserer Kreativität einschränkt."
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