Liv Kristin
Mitglieder:
Gründugsjahr:
1994
Genre
Gothic Rock
Seit Liv Kristine auf der musikalischen Bildfläche erschienen ist, gehört sie zu den außergewöhnlichsten und wandlungsfähigsten Künstlerinnen Europas, die schon in zahlreichen Genres Spuren hinterlassen hat. Mit der Band Theatre of Tragedy schrieb sie Musikgeschichte im Gothic-Metal und als Solo-Künstlerin erobert sie die Pop-Branche mit ihrer einzigartigen Stimme.
Der schnelle Weg zur Gothic-Spitze
Als die Band Theatre of Tragedy im Jahre 1994 ihr gleichnamiges Debut-Album präsentiert, kann noch keiner ahnen, welchen starken Einfluss die Norweger auf die Musiklandschaft der kommenden Jahre nehmen werden. Nie zuvor vollführte eine Band die Verschmelzung von Metal – Klängen und elfenhaftem Frauengesang derart gekonnt und Aufsehen erregend.
Mit dem Werk „Velvet Darkness They Fear“ und über 125.000 verkauften Exemplaren gelingt Theatre of Tragedy ein sagenhafter Durchbruch. Das Publikum kürt die Single „Der Tanz der Schatten“ zur offiziellen Gothic-Hymne. Der Hit hallt durch die Clubs Europas und ist der Song mit der wohl häufigsten Sampler-Präsenz dieser Szene. Theatre of Tragedy sind Sinnbild und Basis des „Beauty and Beast“ Phänomens – ihre Sängerin Liv Kristine wird zum Gesicht des Gothic-Metals.
Pop mit Pep
Nachdem Liv Kristine als Gastsängerin mit der deutschen Metal-Band Atrocity und deren Album „Werk 80“ erstmals Chart-Luft schnuppert (Top 30 der Media Control), nimmt sie ein eigenes Projekt in Angriff.
Am 2. März 1998 erscheint unter dem Namen Liv Kristine ihr lang erwartetes Soloalbum“Deus ex Machina“. Haben viele beim Alleingang der in Deutschland lebenden Sängerin neuerlich Metal-Klänge erwartet, sorgt Liv mit atmosphärischen und elegischen Popsongs für Aufhorchen. Auch optisch demonstriert sie künstlerische Vielschichtigkeit und ist in engelhaftes Weiß gehüllt. Mit phantastischen Melodien, sanften Balladen, frischen Pop-Hits und einer großen Portion Individualität entführt Liv in ihre traumhafte Welt. Höhepunkt ist das Duett „3am“ mit Paradise Lost-Sänger Nick Holmes, welches als Single-Veröffentlichung schnell Hit-Status erreicht. Binnen weniger Monate werden von „Deus ex Machina“ mehr als 35.000 Exemplare abgesetzt und Liv Kristine hat sich spielend als eigenständige Sängerin etabliert.
Ebenfalls 1998 veröffentlicht Liv mit Theatre of Tragedy „Aégis“, welches zum Meilenstein in der Metal-Geschichte avanciert und auf Platz 40 der deutschen Album-Charts einsteigt. In Athen begeistern die Norweger 8.000 Menschen bei ihrem ersten Griechenland-Auftritt, auf dem Zillo Festival spielen sie vor einer Menge von 30.000 Zuschauern. Noch heute zählt „Aégis“ zu den erfolgreichsten Releases der Szene.
Tatort Fernsehen
Eine große Ehre für Liv Kristine ist die Verwendung ihres Solo-Songs „3am“ für eine Folge der erfolgreichsten deutschen Krimiserie „Tatort“. Die Episode „Dagoberts Enkel“ (25. Juli 1999) macht den Namen Liv Kristine über Nacht auch außerhalb der schwarzen Szene bekannt. Auf Grund dieses Erfolges wird für die Norwegerin mit „One Love“ ein Song direkt für das Fernsehen konzipiert. Die romantische Ballade veredelt als Titelmusik den „Schimanski“-Krimi „Sehnsucht“, einer der meistgesehenen Filme dieser Reihe (9,92 Mio. Zuschauer). Im Anschluss an die Ausstrahlung am 7. November 1999 glühen die Telefonleitungen des Westdeutschen Rundfunks heiß. Selten zuvor herrschte eine derartige Nachfrage nach einem Titelsong der Serie. Das Bravo-Magazin ehrt den Titel auf dem „Bravo Hits - Best of 1999“-Sampler, in einer Auflage von 925.000 Einheiten. Mit 23 Jahren ist Liv Kristine zur erfolgreichsten Künstlerin der Gothic-Szene aufgestiegen.
Stilbruch
2000 präsentieren Theatre of Tragedy mit „[`mju:zik]“ ihr erstes elektronisch geprägtes Werk, welches vor Hits nur so strotzt. Der Charteintritt des Albums auf Platz 39 und die wochenlange Präsenz des Video-Clips „Image“ auf deutschen Musikkanälen sprechen für sich. Die Single „Machine“ landet auf Platz 15 der DAC Jahrescharts 2000. Ähnlich ihrem Vorbild Madonna präsentiert sich Liv auch äußerlich wieder als Chamäleon und tritt in ihrem legendären roten Lederoutfit sexy und modern wie nie zuvor auf.
Zeit der Veränderung
Nach sieben gemeinsamen Jahren mit ihrem Partner Alexander Krull (Sänger von Atrocity), treten die beiden 2003 vor den Altar, im Dezember wird Söhnchen Leon geboren. Doch dem persönlichen Glück folgt ein tiefer Schlag: Nach ihrem 2002er Album „Assembly“, zehn Jahren Zusammenarbeit und über 500.000 verkauften Platten geben Theatre of Tragedy ihre Trennung von Liv Kristine bekannt. Doch ihre Fans atmen bald auf: Mit ihren Freunden von Atrocity feiert Liv 2003 mit der Band Leaves' Eyes ein sensationelles Comeback. Im Frühjahr 2004 präsentiert das Sextett das Debut „Lovelorn“. Livs gesangliche Spannweite hat sich einmal mehr erweitert, reicht von klassisch, über poppig bis hin zu opernhaft opulent - die Presse vergleicht sie mit Kate Bush.
Als Mutter und ohne Theatre of Tragedy beweist Liv Kristine, dass sie den Titel der Gothic Queen immer noch zu Recht trägt.
Gern gesehener Gast
Neben Atrocity suchen auch zahlreiche andere Acts stets die Zusammenarbeit mit der erfahrenen und talentierten Künstlerin. Ihre erfolgreichste „Gast-Arbeit“ ist sicher das Duett mit Dani Filth und den legendären Cradle of Filth. Der Videoclip geht weltweit bei Musikkanälen auf Rotation und Liv Kristine entgegnet ein enormes Medieninteresse. Der Erfolg von „Nymphetamine“ übertrifft alle Erwartungen und beschert Liv Kristine und Cradle zuletzt eine Nominierung für den wichtigsten Musikpreis der Welt, den Grammy.
Zukunftsmusik
Für den Herbst 2005 ist der lang erwartete Nachfolger zu „Deus ex Machina“ bei Roadrunner Records angekündigt. Es wird ein Dark-Pop Werk erwartet, auf dem Liv Kristine erneut durch Persönlichkeit und musikalische Raffinesse besticht.
Schon jetzt ist sicher: Die Norwegerin wird erneut beweisen, dass eine Künstlerin viele Gesichter und Facetten haben kann, dabei aber immer ihre einzigartige Note beizubehalten vermag.
Robert Suß - Roadrunner Records
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