Fields of the Nephilim
Mitglieder:
Carl McCoy (Songwriting, Gesang)
N/A
Gründugsjahr:
1987
Genre
Gothic Rock
Mit Sicherheit gehören die fünf Engländer Carl McCoy (Gesang), Paul Wright (Gitarre), sein Bruder Nod (Schlagzeug), Tony Pettit (Bass) und Gary Whisker (Saxophon) zu den optisch und musikalisch herausragendsten, mit einem großen Stehvermögen versehenen Gothic-Acts von der Insel. Lange schwarze Ledermäntel, staubverdreckte Cowboystiefel, finstere Hüte, das dunkle Timbre der Stimme von Carl McCoy und vernebelte Shows, bei denen man die Hand nicht mehr vor Augen sehen konnte, entwickelten sie zu ihrem unverwechselbaren Markenzeichen: Italo-Western-Gothic-Style par excellence. Der Name kommt von einer Art gefallener Engel (dem Nephilim), der den Menschen das Geschenk der Medizin und der Magie gemacht hat. Gegründet werden die Fields Of The Nephilim 1984 im mittelenglischen Stevenage, als Gothic Rock langsam den Kinderschuhen entwächst. Ihre erste EP \"Burning The Fields\" ist ursprünglich auf 500 Kopien begrenzt, muss aber schnell neu aufgelegt werden, da die Nachfrage enorm ist. Kurze Zeit später verlässt Gary Whisker die Band und an seine Stelle tritt als zweiter Gitarrist Peter Yates. Der Sound der Fields entwickelt sich nun in eine etwas rockigere und druckvollere Richtung; offenbar eine gute Mischung, die auch die Labelchefs von Beggar\'s Banquet, wo unter anderem auch die Gothic Legende Bauhaus unter Vertrag sind, überzeugte.
1986 kommen die ersten beiden Singles \"Power\" und \"Preacher Man\" auf dem renommierten Label heraus und zu letzterem Song wird mit Richard Stanley, dem Regisseur von \"Hardware\" ein ansprechendes Video gedreht. \"Preacher Man\" schafft es sogar auf Platz zwei der britischen Indiecharts, was wohl mehr als nur ein Achtungserfolg für die junge Band ist. Mit dem darauf folgenden Debütalbum \"Dawnrazor\" etablieren sich die Fields Of The Nephilim endgültig in der schwarzen Szene und werden Ende der 80er Jahre zusammen mit The Mission, Phillip Boa und den Sisters Of Mercy zu den einfußreichsten Kräften des Gothic-Rock.
\"Elyzium\" ist 1990 die letzte Studioscheibe, denn scheinbar sind die Vorstellungen von Carl McCoy und dem Rest der Band zu verschieden. Auf der letzten Tour schneiden sie einige Auftritte mit und veröffentlichen \'91 die Live Scheibe \"Earth Inferno\", die dem Autor Austin Osman Spare gewidmet ist, der ein gleichnamiges Stück verfasst hat. Der ultimativ letzte Gig findet dann im Londoner Town and Country Club während des Fire Festivals statt. Danach versucht McCoy mit Nefilim seine musikalischen Wege zu gehen, die sogar in Richtung Death Metal gehen und woraus nur eine CD \"Zoon\" entsteht und der Rest der Band sucht sich mit Andy Delaney einen neuen Sänger, um unter dem Namen Rubicon weiterzumachen.
Von Rubicon erscheint 1992 schon das Album \"What Starts, Ends\" und drei Jahre später \"Room 101\". Der kommerzielle Erfolg und auch die Anerkennung der Fans bleibt jedoch aus. Auf das Nefilim Werk \"Zoon\" muss man noch bis \'96 warten und wird dann auch nicht wirklich positiv überrascht. Danach bekommt man von beiden Bands zunächst nichts mehr zu hören. Nod Wright besinnt sich schließlich auf ein Solo-Projekt mit dem Namen The Last Rites, dessen Album \"Guided By Light\" von der Atmosphäre her an \"Elizium\" anschließen kann und sich nach und nach zur festen Band entwickelt, in der auch sein Bruder aktiv ist.
Nur eine Best-Of der Fields erscheint \'93 mit einigen B-Seiten Songs, die nicht nur für Fans interessant sind. 1997 macht dann das Gerücht die Runde, alle hätten sich mal wieder zusammengesetzt, um über eine mögliche Reunion zu reden. Dies ist dann tatsächlich der Fall, jedoch ohne Pete Yates, der der Musik den Rücken gekehrt hat. Da bis zum Sommer \'97 ständig Probleme und Komplikationen auftretet, trennen sich die Wright Brüder erstmal wieder von McCoy und Pettit. Diese beiden treten aber noch bei ein paar Gelegenheiten umter dem Namen Nephilim auf, bevor es auch zwischen McCoy und Pettit mal wieder rappelt.
2001 erscheint dann \"From Gehenna To Here\", bietet aber keine neuen Songs sondern ausschließlich alte Nummern, die schon lange nicht mehr zu haben sind. Erst 2002 erscheint mit \" Fallen\" das vom Label als offizielles Reunion-Debüt betitelte Album. Die CD besteht tatsächlich nur aus zusammen geschusterten Demos, da die einzelnen Mitglieder eigentlich nur an zwei Songs gemeinsam gearbeitet haben. Alles andere sind mehr oder weniger Songs, die schon des längeren im Internet kursieren, womit eigentlich weder von einer Reunion Scheibe, noch von einer \"neuen\" CD die Rede sein kann. Außerdem sollte das Album unter dem Namen Nephilim in den Läden stehen, womit die Sache nicht nur verwirrend ist, sondern auch einen sehr faden Beigeschmack erhält.
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